Ahornsamen – Symbol für Leben und Wandel
Die Skulptur „Ahornsamen“ ist ein Werk des Düsseldorfer Bildhauers Julius Wimmer und Teil des Kunst- und Geschichtspfads in Düsseldorf-Urdenbach. Das Kunstwerk wurde im Herbst 1997 anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Allgemeinen Bürgervereins Urdenbach, kurz ABVU, errichtet und steht im Zusammenhang mit dem traditionsreichen Erntedankfest des Stadtteils.
Die Plastik befindet sich auf einem kleinen, begrünten Platz mit Bänken, die zum Verweilen einladen. Besucher können die Skulptur hier in Ruhe betrachten und ihre Form aus verschiedenen Blickwinkeln erleben.
Der Ahornsamen greift die Gestalt der Flügelfrucht des Ahornbaumes auf. Julius Wimmer, der für seine abstrahierten Naturformen bekannt ist, setzte das Motiv als moderne Edelstahlplastik um. Die aufrechtstehenden Formen erinnern an zwei miteinander verbundene Blätter und stehen symbolisch für Wachstum, Fortpflanzung und die Entstehung neuen Lebens.
Die Gestaltung spielt bewusst mit Gegensätzen: weiche und strenge Linien, Bewegung und Ruhe, Yin und Yang. Trotz dieser Kontraste entsteht eine harmonische Einheit. Im Inneren der Skulptur befindet sich ein Hohlraum in Form eines Wassertropfens, der die Symbolik des keimenden Lebens zusätzlich betont.
Wie viele Werke Wimmers verbindet auch der Ahornsamen Naturbeobachtung mit moderner Formensprache. Licht, Schatten und Perspektive verändern das Erscheinungsbild je nach Standpunkt und Tageszeit und laden dazu ein, die Skulptur immer wieder neu zu entdecken.
Als Teil des Kunstpfads steht der Ahornsamen beispielhaft für die Verbindung von Kunst, Natur und gelebter Tradition in Urdenbach. Das Werk erinnert daran, dass Wachstum und Erneuerung feste Bestandteile des Lebens sind – im Rhythmus der Natur ebenso wie im kulturellen Leben des Ortes.
Laufroute:
BLAU – Gehen Sie 260 Meter über einen Schotterweg im Grünstreifen Richtung Schlosspark. Am Ende des Weges sehen Sie die „Stierstele“.
ROT – Gehen Sie circa 350 Meter südlich über Angerstraße. Rechts neben einer kleinen Brücke sehen Sie „De Pütz“.
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