Ehrenmal Urdenbach
In Sichtweite des „Ahornsamens“ an der Urdenbacher Allee befindet sich das Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege. Gemeinsam mit der benachbarten Skulptur entsteht eine eindrucksvolle Spannung: Dort das Symbol für Werden und Leben, hier das Zeichen für Verlust und Tod. Dieser Gegensatz prägt die Wirkung des Ortes bis heute.
Das blockhaft gestaltete, nicht figurative Ehrenmal aus Sandstein wirkt bewusst schlicht und monumental. Seine reduzierte Formensprache spiegelt die geistige Ernüchterung wider, die nach dem Ende des Ersten Weltkriegs viele Menschen erfasste. Errichtet wurde das Denkmal im Jahr 1931 auf Initiative Urdenbacher Bürger sowie von Mitgliedern des ABVU.
Geschaffen wurde es von Siegfried Meinardus, einem Nachfahren des Bildhauers Dietrich Meinardus, der in Düsseldorf ein Atelier für Grabdenkmäler und Figuren betrieb. Ursprünglich erinnerte das Monument an 102 Gefallene des Ersten Weltkriegs aus Urdenbach. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt es die erweiterte Inschrift: „Den Gefallenen der Weltkriege 1914–1918, 1939–1945.“
Heute ist das Ehrenmal ein zentraler Ort des Gedenkens im Stadtteil. Jährlich am Volkstrauertag versammeln sich hier Bürgerinnen und Bürger, um aller Opfer von Gewalt und Diktatur, Krieg und Terror zu gedenken. Das Denkmal steht damit nicht nur für historische Erinnerung, sondern auch für eine lebendige Verantwortungskultur in der Gegenwart.
Als Teil des Kunst- und Geschichtspfads verweist das Ehrenmal auf die enge Verbindung von lokaler Geschichte, künstlerischer Gestaltung und kollektiver Erinnerung im Düsseldorfer Süden.
Laufroute:
BLAU – Gehen Sie zum Ahornsamen.
ROT – Überqueren Sie auf der Höhe des Ahornsamen die Urdenbacher Allee und gehen zum Haupteingang des nahegelegenen Krankenhauses. Vor dem Eingang steht auf der linken Seite die Skulptur „Balance“.
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