15 – Mädchen mit Taube

Auf der Grünfläche neben dem DRK-Seniorenzentrum an der Kolhagenstraße in Düsseldorf befindet sich die Bronzeplastik „Mädchen mit Taube“ des Bildhauers Max Kratz. Die Figur wurde 1967 im Auftrag der Stadt Düsseldorf geschaffen – ursprünglich als Brunnenfigur für das Altenheim in Flehe.

Max Kratz, 1921 in Remscheid geboren und 2001 in Düsseldorf verstorben, zählt zu den prägenden Bildhauern der rheinischen Nachkriegszeit. Seine Arbeiten im öffentlichen Raum zeichnen sich durch eine klare Formensprache und eine zugleich einfühlsame Darstellung des Menschlichen aus. Häufig stehen Ruhe, Würde und leise Emotionen im Mittelpunkt.

Die Skulptur zeigt ein junges Mädchen, das behutsam eine Taube umfasst und sie an ihre Wange hält. Diese innige Geste verleiht der Figur eine besondere Zartheit und mädchenhafte Anmut. Die Taube gilt seit jeher als Symbol für Frieden, Hoffnung und Vertrauen – Werte, die gerade im Umfeld eines Seniorenzentrums eine berührende Bedeutung entfalten.

Nach der Schließung des Altenheims in Flehe Ende der 1990er-Jahre wurde die Plastik gemeinsam mit einem Steinblock aus der ursprünglichen Brunnenwand versetzt. In diesen Stein sind weitere Tauben im Flug eingearbeitet, sodass ein harmonisches Ensemble entstand. Über Stationen in Benrath fand die Arbeit im Juli 2007 ihren heutigen Platz an der Kolhagenstraße.

Heute begrüßt „Mädchen mit Taube“ Bewohnerinnen, Bewohner und Gäste des DRK-Seniorenzentrums. Eingebettet in die Grünanlage lädt die Skulptur zum Innehalten ein. Sie verbindet Kunst und Alltag und erinnert daran, wie bedeutsam Nähe, Geborgenheit und Frieden in jeder Lebensphase sind.

Laufroute:

ROT und BLAU – Gehen Sie zur Kolhagenstraße, dann links circa 300 Meter bis zum Josef-Kürten-Platz. Mitten auf dem Platz steht das Geschichtsdenkmal.

Weblinks:

Wikipedia – Max Kratz

Warum sind Tauben das Symbol für Frieden?