Das Hochkreuz an der Hochstraße ist ein bedeutendes religiöses Denkmal im Stadtteil Urdenbach im Düsseldorfer Süden. Es wurde im Jahr 1874 von der katholischen Gemeinde errichtet. Damals besaßen die Urdenbacher Katholiken noch keine eigene Pfarrkirche. Das Hochkreuz entstand an dem Ort, an dem später eine Kirche geplant war, und diente als Gebetsstätte unter freiem Himmel.
Im Inneren der kleinen Kapellenanlage befand sich ursprünglich eine Kreuzigungsgruppe. Die Johannesfigur wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Die Marienfigur ist erhalten geblieben und wird heute im Pfarrhaus aufbewahrt.
Im Jahr 1987 musste die gesamte Anlage grundlegend renoviert werden. Ein Jahr später erfolgte eine künstlerische Neugestaltung durch Pater Laurentius Englisch OFM. Er schuf eine Terrakottagruppe und gab ihr den Titel: „Christus, der Lebensbaum und das Menschenpaar“. Die Darstellung verbindet das Kreuz Christi mit dem Motiv des Lebensbaums und verweist damit auf Tod und Auferstehung, Hoffnung und Neubeginn.
Das schmiedeeiserne Gitter am Hochkreuz wurde vom Düsseldorfer Kunstschmied Peter Ziebarth gestaltet. Es fasst die Anlage ein und unterstreicht ihren sakralen Charakter.
Seit 1984 steht das Hochkreuz unter Denkmalschutz. Es ist nicht nur ein religiöses Symbol, sondern auch ein wichtiges Zeugnis der Ortsgeschichte. Bis heute beginnen hier die Fronleichnamsprozessionen der Gemeinde. Damit ist das Hochkreuz lebendiger Teil des kirchlichen und kulturellen Lebens in Urdenbach.
Laufroute:
BLAU und ROT – Auf dem idyllischen Platz schräg gegenüber finden Sie die „Böke Pomp“.
Weblinks:
Was ist eine Fronleichnamsprozession?






